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Gemeinschaftspraxis Uetendorf

Dr. med. Matthias Tapis - Dr. med. Mirjam Rolli

Andere Impfungen

Zecken-Impfung (FSME)

Die durch Zecken übertragene Krankheit FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) ist eine in Ost- und Zentraleuropa auftretende Krankheit.
Jedermann, der in einem entsprechenden Gebiet wohnt und sich gelegentlich im Freien aufhält, sollte gemäss Empfehlung des Bundesamtes für Gesundheit gegen FSME geimpft sein. Die Basisimpfung besteht aus 2 Dosen im Abstand von 3-5 Wochen, womit man vorerst für 1 Jahr geschützt ist. Mit einer dritten Dosis nach 6-12 Monaten wird der Schutz dann auf ca. 5 (bis 10) Jahre verlängert.
Die Impfung wird bei Kindern ab dem Alter von 6 Jahren empfohlen, weil jüngere Kinder erfahrungsgemäss kaum je an FSME erkranken. In besonderen Situation kann aber die Impfung bereits ab Alter 1 Jahr angewendet werden.

Die FSME sollte nicht mit der Borreliose verwechselt werden, welche ebenfalls durch Zecken übertragen wird. Gegen die Borreliose gibt es keine Impfung, hingegen anders als bei der FSME wirksame antibiotische Therapien.

Grippeimpfung

Insbesondere für Peronen über 70 Jahre sehr wichtige Impfung.
Die Gefährlichkeit der Grippe wird häufig unterschätzt. Jedes Jahr führt die Erkrankung aber zu etwa 200'000 Arztkonsultationen.  Etwa 5000 Hospitalisationen sind auf die Grippe zurückzuführen und dazu etwa 2500 Todesfälle (Zahlen aus dem Jahr 2015). Es sterben also jährlich fast zehnmal mehr Menschen an Grippe als im Strassenverkehr!
Nebst Personen über 70 Jahren wird die Grippeimpfung dringlich denjenigen empfoohlen, welche ein erhöhtes Risiko für Grippekomplikationen haben, wie Schwangere, Frühgeborene Kinder, Personen mit Herz- und Lungenkrankheiten oder Diabetiker.

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Hepatitis A

Die Impfung gegen die infektiöse Gelbsucht wird vor allem Reisenden empfohlen, welche nach Asien, Afrika oder Südamerika reisen.
Zwar ist eine Hepatitis A keine tödliche Krankheit, doch ist es kein tolles Ferienmitbringsel, wenn man mehrwöchig eine gelbe Hautfarbe hat, wegen Leberschmerzen nicht mehr essen mag und wegen des Gewichtsverlustes Angst bekommt, ob man wohl Leberkrebs habe...

Typhus

Typhus ist eine durch verseuchtes Trinkwasser oder Nahrung übertragene Krankheit, welche einerseits zu Durchfällen und Bauchschmerzen, andererseits zu Verwirrungszuständen führt. In Europa ist sie eine Seltenheit, in Entwicklungsländern nicht so selten. Durch das richtige Verhalten beim Essen (cook it, boil it, peel it oder forget it - "kochen, sieden, schälen oder vergessen") kann das Risiko stark verhindert werden.
Je nach Reiseart ist eine Impfung angebracht, auch wenn der Schutz mit etwa 60% nicht so besonders gut ist. Dafür ist es eine simple Schluckimpfung von 3 Kapseln, verteilt über 5 Tage.

Tollwut

Tollwut ist in gewissen Ländern weitgehend ausgerottet (z.B. Europa, USA), insbesondere in asiatischen Ländern wie Kambodscha, Laos und seltener Thailand noch verbreitet. Am häufigsten wird sie übertragen durch Hundebisse von infizierten Hunden. Und hier wiederum hat der Gebissene oft den Kontakt zum Hund gesucht (gestreichelt, etwas zu Fressen gegeben). Eine Impfung wird vor allem bei längeren Aufenthalten empfohlen und bei Reisearten mit erhötem Hundekontakt (Fahrrad).
Bei einer Reiseberatung geben wir Ihnen die notwendigen Informationen.

Japanische Enzephalitis

Seltene Erkrankung, tritt in ländlichen Gebieten von Südostasien auf. Impfung nur bei längerem Aufenthalt.