Logo

Gemeinschaftspraxis Uetendorf

Dr. med. Matthias Tapis - Dr. med. Mirjam Rolli

Wie ist es möglich, dass ein Impfstoff mit so kurzer Entwicklungszeit sicher sein soll?

Folgende Faktoren haben dazu beigetragen, dass der Impfstoff in rekordschneller Weise entwickelt werden konnte:

  • Weil alle Länder der Suche nach einem Impfstoff eine hohe Priorität gegeben haben, hat eine grosse Anzahl an Forschungsteams sich an die Aufgabe gemacht. Zudem stand aus demselben Grund für die Erforschung und Austestung viel mehr Geld als üblich zur Verfügung.£
    Normalerweise müssen nämlich Forscher zuerst "das Geld zusammentreiben" bevor sie sich hinter eine Aufgabe machen können
  • Bereits seit 1990 wurde die mRNA-Technik für Impfungen gegen Tollwut und auch Grippe erforschts. Anlässlich der SARS-Epidemie 2002 und der MERS-Ausbreitung 2014 wurden bereits erste Entwicklungen eines Impfstoffes für Corona-Viren durchgeführt und an mehreren hundert Personen getestet.
    Weil diese Infektionen damals aber regional beschränkt waren und rasch verschwanden, wurde die Herstellung eines Impfstoffes nicht weiter vorangetrieben.
  • Weil genügend Finanzmittel vorhanden waren und gleichzeitig die Zeit drängte, wählten die Forscher ein finanziell riskantes Vorgehen und führten die Sicherheitsuntersuchungen teils gleichzeitig mit den Wirksamkeitsuntersuchungen durch. Normalerweise wird zur Beschränkung des finanziellen Risikos zuerst untersucht, ob ein Impfstoff wirklich die geforderte Wirkung zeigt, und erst dann werden dann Testpersonen geimpft zum Sicherheitsnachweis.

An der Technik eines mRNA-Impfstoffes wird also schon seit 30 Jahren geforscht. Einige wichtige Schritte um die Wirksamkeit des Impfstoffes besser zu machen als konventionelle Impfstoffe konnten aber erst jetzt dank dem Vorliegen hoher Forschungsbudgets bewerkstelligt werden.

Zuletzt aktualisiert am 15.09.2021 von Tapis.

Zurück