Logo

Gemeinschaftspraxis Uetendorf

Dr. med. Matthias Tapis - Dr. med. Mirjam Rolli

Was ist der Unterschied zwischen einem Abstrich / PCR-Test und einem Antikörper-Test

Mit dem PCR-Test werden Virusteile nachgewiesen, und zwar schon in sehr geringer Menge. Dies bedeutet, dass die getestete Person Virusmaterial in ihren Atemwegen hat. In vielen Fällen muss davon ausgegangen werden, dass diese Person andere Menschen anstecken kann. Aus bisher nicht bekannten Gründen ist dies aber nicht bei allen Menschen gleich: während einige kaum das Virus verbreiten, sind andere sogenannte "Superspreader" und stecken Personen in hoher Zahl an.

Antigen-Tests weisen ähnlich dem PCR-Test spezifische Virusanteile, nämlich deren Antigene nach. Für den Nachweis muss aber mehr Virusmaterial im Abstrich vorhanden sein, weswegen die Erkennungsrate deutlich schlechter ist als mit einem PCR-Test welcher auch geringste Virusspuren findet.

Antikörpertests geben hingegen keine Auskunft darüber, ob jemand das Virus trägt und allenfalls ansteckend ist. Der Antikörpertest zeigt aber, dass man irgendwann in der Vergangenheit Kontakt mit dem Covid-Virus hatte. Der Kontakt bzw. eine allflällige Infektion kann dabei ein paar Tage oder ein paar Monate zurückliegen.
Man hatte gehofft, dass jemand mit nachgewiesenen Antikörpern nicht mehr oder zumindest weniger stark an Covid erkranken kann. Diese Voraussagemöglichkeit hat sich aber als unzuverlässig erwiesen, weswegen die Antiköprertests (NICHT die Antigen-Tests) kaum mehr einen Stellenwert in der Covid-Diagnostik und Abklärung haben.

Zuletzt aktualisiert am 04.07.2021 von Tapis.

Zurück